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Zum Umgang mit Plagiaten an der Philosophischen Fakultät

Das Thema Plagiate ist nicht allein mit dem Einsatz einer Plagiatserkennungssoftware abzuhandeln. 

Vielmehr müssen sich Studierende und Lehrende insbesondere inhaltlich mit diesem Thema auseinandersetzen. 

Wir möchten Ihnen hier dazu ein- und weiterführende Informationen zur Verfügung stellen.

Plagiatserkennungssoftware

Das RRZN stellt als zentraler Dienstleister im Auftrag der Hochschulleitung das Programm docoloc zur Plagiatserkennung bereit, die Mitarbeiter der LUH im Rahmen einer Campuslizenz nutzen können.

Nähere Infos dazu finden Sie auf den Internetseiten des RRZN unter der Adresse http://www.rrzn.uni-hannover.de/plagiatsuche.html

Beachten Sie bitte, dass beim Einsatz von Plagiatserkennungssoftware an der LUH die Regelungen aus Rundschreiben A Nr. 43/2011 eingehalten werden müssen. Danach müssen "die Daten der Betroffenen [...] vor dem Abgleich der Leistung mit der Software anonymisiert werden" sowie "für den Abgleich mit der Plagiatssoftware ein Einverständnis des Rechtsinhabers vorliegen. Dieses muss freiwillig und ausdrücklich erfolgen."

Die Studienkommission der Philosophischen Fakultät hat ein Formular entwickelt, dass die Erklärung zum eigenständigen Verfassen einer schriftlichen Arbeit mit der Zustimmung zur elektronischen Plagiatsprüfung verbindet. Bitte nutzen Sie diese Vorlage in den Instituten.

Empfehlungen zum Umgang mit Plagiaten an der Philosophischen Fakultät

Die Studienkommission der Philosophischen Fakultät hat sich aufgrund zunehmender Plagiatsfälle eingehend mit der Frage des Umgangs mit diesem Problem auseinander gesetzt. Sie empfiehlt in erster Linie eine Auseinandersetzung und Umsetzung in den Fächern, wie wissenschaftliches Arbeiten systematisch eingeübt werden kann. Außerdem muss von Seiten der Lehrenden ggf. die Lernbelastung (Präsenzzeit, zu viele Studienleistungen u. a.) reduziert werden, damit die Studierenden inhaltlich und methodisch angemessene Hausarbeiten verfassen können.

Neuere Studien zeigen, dass Plagiate insb. aus zwei Gründen zunehmen: Die Studierenden fühlen sich aufgrund der spezifischen Umsetzung der Studienstrukturen in einigen Fächern/Veranstaltungen überfordert. Darüber hinaus müssen sie aufgrund vager rechtlicher Regelungen kaum Strafen befürchten 

Rahmenbedingungen zum Umgang mit Plagiaten

Rechtliche Rahmenbedingungen

a) LUH-Muster-Prüfungsordnung [Stand: April 2010]

§ 18 Täuschung, Ordnungsverstoß (1) 1Beim Versuch, das Ergebnis einer Prüfungs- oder Studienleistung durch Täuschung zu beeinflussen, gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht bestanden“ bewertet. 2Das Mitführen nicht zugelassener Hilfsmittel nach Klausurbeginn ist stets ein Täuschungsversuch.  3In besonders schwerwiegenden Fällen – insbesondere bei Plagiaten oder einem wiederholten Verstoß nach Satz 2 – kann der Prüfungsausschuss den Prüfling von der Erbringung weiterer Prüfungs- und Studienleistungen ausschließen. (2) 1Wer sich eines Ordnungsverstoßes schuldig macht, kann von der Fortsetzung der betreffenden Prüfungsleistung ausgeschlossen werden; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht bestanden“ bewertet.

b) Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und zum Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten (beschlossen vom Senat der Leibniz Universität am 30.01.2002)

„[…] 2. In der Lehre und bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses haben die Verantwortlichen die Grundlagen wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln und auf deren Beachtung zu dringen. […]

Empfehlungen der Studienkommission der Philosophischen Fakultät an die Institute

  • Regelmäßige Vermittlung der Grundlagen zum Thema "Was ist ein Plagiat?" in den Lehrveranstaltungen (z.B. als Lerneinheit in Tutorien, Einführungsveranstaltungen).
  • Interne Regelung, wie eine mögliche Lerneinheit zum Themenbereich aussehen soll und wie ein Plagiat im Rahmen der LUH-Regelungen zu ahnden ist. Falls noch nicht geschehen, ist eine Anpassung des §18 an die Formulierung der Muster-PO (Stand: April 2010) vorzunehmen. 
  • Verbindliche und einheitliche Information der Studierenden über die Richtlinien der Hochschule und ggf. die internen Regelungen zum Umgang mit Plagiaten, z.B. im Vorlesungsverzeichnis, in Veranstaltungen und in der jeweiligen Prüfungsordnung. 
  • Wenn Software zur Erkennung von Plagiaten eingesetzt wird, sollte diese möglichst institutsweit benutzt werden und in jedem Fall die Studierenden vorab über den Einsatz informiert werden

Zum Umgang mit Plagiaten beachten Sie bitte auch die Hinweise des Akademischen Prüfungsamtes zu Täuschungen und Ordnungsverstößen vom 4. Mai 2010.

Lehreinheiten zum Umgang mit Plagiaten (externe Angebote)