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Buchpräsentation der diversitAS-Reihe „Bildung in der Weltgesellschaft“ stößt auf großes Publikumsinteresse

„Vielheit und Einheit im neuen Deutschland. Leerstellen in Migrationsforschung und Erinnerungspolitik.“ Der Titel des soeben erschienenen neuen Bandes der diversitAS-Reihe „Bildung in der Weltgesellschaft“ macht neugierig – darauf, wie interdisziplinäre und migrantische Perspektiven die deutsche Geschichtsschreibung, exemplarisch am Mauerfall 1989, erweitern. Die Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen diskutieren Fragen von Teilhabe und Ausschluss, von Identität und gesellschaftlichem Zusammenhalt – immer auch unter dem Blickwinkel von Ost und West.

Irmhild Schrader, die Projektkoordinatorin und Kopf des Herausgeberquartetts, moderierte mit Anna Joskowski, einer Mitstreiterin der ersten Stunde des Projekts „Erinnerungswerkstatt“, anlässlich einer Buchpräsentation im Historischen Museum am 24.11. eine Veranstaltung, bei der gut die Hälfte der Autoren und Autorinnen in Gesprächsrunden zu Wort kamen, um ausgewählte Thesen aus dem eigenen Aufsatz lebendig nachzuzeichnen und sich den Fragen des erfreulich großen Publikums zu stellen. An der Veranstaltung nahm neben Projektbeteiligten aus der Philosophischen Fakultät, verschiedenen Vereien und Medienvertreterinnen und -vertretern auch die Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Doris Schröder-Köpf, teil.

Das Projekt Erinnerungswerkstatt kommt mit der vorliegenden Buchveröffentlichung zu einem vorläufigen Abschluss – und doch lebt es weiter: Ina Rust stellte den von der Region Hannover finanzierten Flyer vor.  Darin wird die Vermittlung von migrantischen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Ost und West für die Bildungsarbeit beispielsweise in Schulen angeboten.

Ergänzend beschrieb Ernst Stöckmann (Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt/AGSA) das im Aufbau befindliche Internetportal www.zeitzeugen-interkulturell.de, über welches Materialien der migrantischen Zeitzeugenarbeit in Text-, Bild-, Audio- und Videoform zur Verfügung gestellt werden. So lebt das Projekt, das von der Bundeszentrale für politische Bildung ausgezeichnet wurde, über den vorläufigen Abschluss hinweg, weiter.

Das Buch „Vielheit und Einheit im neuen Deutschland – Leerstellen in Migrationsforschung und Erinnerungspolitik“ vom Herausgeberteam Hartmut Griese, Irmhild Schrader, Anna Joskowski und Karamba Diaby ist im Brandes und Apsel Verlag erschienen.