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Start in die Hauptphase: Kolleg erforscht Krisen in Lateinamerika – und ihre Lösungen

Freuen sich auf den Start der Hauptphase des CALAS-Pojekts an der LUH:
Prof. Dr. Wolfgang Gabbert, Prof. Dr. Christine Hatzky, Dr. des. Thomas Czerner

Das Centre for Atlantic and Global Studies (CAGS) ist Teil des internationalen Verbundprojekts "Maria Sibylla Merian International Centre for Advanced Studies in the Humanities and Social Sciences - Center for Advanced Latin American Studies" (CALAS, 2019-2025).

Lateinamerika ist mit vielfältigen Krisen konfrontiert: politische Unruhen in Venezuela, Abholzung des Regenwalds am Amazonas, extreme Gewalt gegen Frauen („Feminizide“), extreme Unterschiede zwischen Arm und Reich oder gar die Androhung eines Mauerbaus zwischen den USA und Mexiko. Wie lösen lateinamerikanische Gesellschaften Krisen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Center for Advanced Latin American Studies(CALAS), das seit 2017 mit Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit Hauptsitz in Guadalajara/Mexiko, aufgebaut wird. Nach erfolgreicher Evaluation und der Bewilligung von weiteren 12 Mio. €, kann das Projekt jetzt in seine Hauptphase (2019-2025) starten. Es handelt sich um das umfangreichste Forschungsprojekt zu Lateinamerika, das bisher mit Bundesmitteln gefördert wurde.

Prof. Dr. Christine Hatzky vom hiesigen Centre for Atlantic and Global Studies (CAGS) ist eine der Projektleiterinnen auf deutscher Seite dieses von der Universität Bielefeld (Prof. Dr. Olaf Kaltmeier) koordinierten Verbundprojekts. Weitere Verbundpartner und -partnerinnen auf deutscher Seite sind Prof. Dr. Hans-Jürgen Burchardt (Universität Kassel) und Prof. Dr. Claudia Hammerschmidt von der Friedrich-Schiller-Universität in Jena. Die Einrichtung des CALAS-Merian Zentrums in Guadalajara erfolgt in enger Vernetzung mit den CALAS-Regionalzentren, die in San José/Costa Rica, Buenos Aires/Argentinien und Quito/Ecuador angesiedelt sind. Die Leibniz Universität Hannover und die Universität Costa Rica bilden zusammen das Regionalzentrum „Zentralamerika und Karibik“.

Im Mai 2019 startet das erste Laboratory of Knowledge („Wissenslabor“), das Übergänge von Gewalt und Frieden in Lateinamerika erforscht. Projektleiterinnen und -leiter sind Prof. Dr. Christine Hatzky, Prof. Dr. Wolfgang Gabbert (beide Leibniz Universität Hannover), Prof. Dr. Joachim Michael (Universität Bielefeld), und Prof. Dr. David Díaz und Professor Dr. Werner Mackenbach, beide von der Universität Costa Rica.

CALAS setzt als internationaler und interdisziplinärer Leuchtturm neue Akzente in der geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschung in Lateinamerika und Deutschland, wird Spitzenforschung fördern und lateinamerikanische und deutsche Wissenschaftler*innen dauerhaft vernetzen. Ziel ist es, nicht überLateinamerikanerinnen und Lateinamerikaner zu forschen, sondern mit ihnen auf wissenschaftlichem Spitzenniveau neue – auch transregionale wissenschaftliche – Ansätze für Problemlösungen in der Praxis zu erarbeiten. Darüber hinaus erforschen internationale Fellows als Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler an den lateinamerikanischen CALAS-Zentren verschiedene Aspekte der Entstehung von Krisen bzw. ihrer Bewältigung in Lateinamerika. CALAS etabliert außerdem Postgraduiertenprogramme und richtet internationale Konferenzen und Workshops in Guadalajara und den Regionalstandorten in Lateinamerika und Deutschland aus.

Der Projektverbund wird die gegenwärtigen Problemlagen Lateinamerikas, ihre Nord-Süd-Verflochtenheit historisch tiefenscharf und im Hinblick auf den dynamischen Gesellschaftswandel untersuchen, den diese Konstellationen im 21. Jahrhundert ausgelöst haben. Bis 2025 stehen neben Gewaltursachen und Konfliktlösungsstrategien weitere Themen im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses:

  • Soziale Ungleichheiten und ihre Herausforderungen
  • Sozial-ökologische Transformationen und Umweltschutz
  • Regionale Identitäten und Identitätsbildungsprozesse

 Weitere Informationen:

Kontakt:

Dr. des Thomas Czerner, Historisches Seminar

Geschäftsführung des Regionalzentrums Hannover/San José

Telefon: 0511 762-4407

Email: thomas.czernerhist.uni-hannover.de