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Literarischer Salon am 20. November: "Das Leben nehmen - Vom Suizid in der Moderne"

Im Herbst 2017 feiert der Literarische Salon der Leibniz Universität Hannover sein 25-jähriges Bestehen mit einem attraktiven Jubiläumsprogramm. Der nächste Termin am 20. November 2017, zu dem der Kulturwissenschaftler Thomas Macho und der Hochschullehrer Michael Eink eingeladen sind, findet in Kooperation mit der Philosophischen Fakultät statt.

Ob Suizid, Freitod oder Selbstmord, die Frage stellt sich unweigerlich: Wem gehört das Leben? Das Thema ist, wie die Begrifflichkeiten dafür, umstritten: Die einen kritisieren, tabuisieren, sanktionieren strafrechtlich. Die anderen sind interessiert, angezogen, fasziniert. Die Kulturgeschichte ist voll von suizidalen Figuren: Werther, Virginia Woolf, Vincent van Gogh, Kurt Cobain, David Foster Wallace.

Thomas Macho, Leiter des Internationalen Forschungszentrums Kulturwissenschaften, hat sich in seinem Buch Das Leben nehmen mit den kulturellen Bedeutungen von Suizid beschäftigt, dominante Diskurse und Kontexte beleuchtet: anhand von Malerei, Literatur und Film, aber auch unter Einbezug von psychologischen, sozialwissenschaftlichen und philosophischen Texten. Welche Menschen überhaupt als suizidal gelten, weiß Michael Eink. Er war 20 Jahre in psychiatrischen Einrichtungen tätig und forscht und lehrt heute an der Hochschule Hannover zum Thema. Welche Persönlichkeitsstruktur haben Menschen, die Suizid begehen wollen? Und wie wird mit ihnen in der psychiatrischen Arbeit umgegangen?

Mit Macho und Eink diskutiert Salon-Moderatorin Charlotte Milsch über den Suizid in der Moderne, seine Rolle in Kultur, Politik, Recht, Philosophie und Medien und die Behandlung von suizidalen Menschen in der Medizin.

Wann: 20. 11. 2017 , Beginn 20 Uhr

Wo:     Conti-Foyer, Leibniz Universität Hannover, Königsworther Platz 1

Eintritt: 8/5 €

Eine Programmübersicht kann unter http://www.literarischer-salon.de/ eingesehen werden.