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Prof. Boris Zizek tritt W2-Professur am Institut für Erziehungswissenschaft an

Die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Sozialisations- und Adoleszenzforschung ist am 1. Juni durch Prof. Dr. Boris Zizek besetzt worden. Damit konnte das Institut für Erziehungswissenschaft einen hervorragenden Wissenschaftler gewinnen, der an der interdisziplinären Schnittstelle zwischen Erziehungswissenschaft und Soziologie lehrt und forscht.

Herr Zizek studierte Soziologie, Germanistik und Sprachwissenschaften an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main und Erziehungswissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Hier wurde er auch 2010 mit der Arbeit „Probleme und Formationen des modernen Subjekts – Zu einer Theorie der universalen Bezogenheiten des Subjekts“ promoviert. Nach dieser Qualifikationsschrift, welche die Entstehung verlängerter Adoleszenz im Übergang zur Moderne zum Gegenstand hat, erwarb Herr Zizek 2015 die Venia Legendi für Erziehungswissenschaft mit seiner Habilitationsschrift „Das Forschungsprogramm einer rekonstruktiven Sozialisationstheorie der Entwicklung und seine Implikationen für die pädagogische Professionalität.“ In dieser Arbeit entwickelt Herr Zizek das eigenständige Theorie- und Forschungsprogramm der Rekonstruktiven Sozialisationstheorie, in dem eine sozialisationstheoretisch ausgerichtete Soziologie mit einer allgemeinen Erziehungswissenschaft verbunden werden.

Nach Stationen in Mainz, in Hamburg und der Harvard University hat Herr Zizek bereits seit dem letzten Jahr die Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Leibniz Universität vertreten und wird nun im Rahmen seiner Professur die interdisziplinäre Weiterentwicklung in Forschung und Lehre am Institut für Erziehungswissenschaft federführend mitgestalten. 

In der Lehre widmet sich Herr Zizek vor allen Dingen dem Thema Adoleszenz, Kindheit und Übergang ins Erwachsenenalter (Emerging Adulthood), vermittelt Theorien der Bildung und Theorien der Entwicklung und bietet Seminare in den Bereichen Digitale Medien und Unterrichtsforschung an. Seine aktuellen Forschunsfoki sind herausfordernde Sozialisationsräume in der Adoleszenz (z.B. ethnisch und interkulturell konflikthafte Sozialisationsräume, digitale Medien als Sozialisationsraum, sich wandelnde Sozialisationsräume am Beispiel Chinas im Stadt/Land-Vergleich, Sozialisation in staatssozialistischen Systemen am Beispiel der DDR), Adoleszenz im internationalen Vergleich, die Rekonstruktion von Bildungsprozessen anhand von Kinderzeichnungen und das Thema der Pädagogischen Professionalität. 

Die Philosophische Fakultät begrüßt Prof. Zizek sehr herzlich und freut sich auf seinen interdisziplinären Beitrag in Forschung und Lehre am Institut für Erziehungswissenschaft.