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Neue Professur am Institut für Erziehungswissenschaft

Neue Professur am Institut für Erziehungswissenschaft

Seit dem 1. August 2026 ist Denise Demski Professorin für „Schulpädagogik mit dem Schwerpunkt transformative Schulentwicklung” am Institut für Erziehungswissenschaft und baut dort das neu gegründete Zentrum für Empirische Bildungsforschung Niedersachsen mit auf.

Prof. Dr. Denise Demski war vor ihrem Wechsel nach Hannover wissenschaftliche Mitarbeiterin in der AG Schulforschung der Ruhr-Universität Bochum und hat von 2019-2021 die W3-Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Bildungssystem- und Schulentwicklungsforschung an der Universität Koblenz-Landau vertreten. Promoviert wurde sie 2016 an der Universität Duisburg-Essen mit einer Dissertation zum Thema "Evidenzbasierte Schulentwicklung? Empirische Analyse eines Steuerungsparadigmas unter besonderer Berücksichtigung der Kultur der Einzelschule".

Ihr nachhaltiges Interesse daran, universitäre Schulentwicklungsforschung mit bildungspraktischen Aspekten und Transfermaßnahmen zu verbinden, wird sie nun in erheblichem Maße in das 2026 gegründete Zentrum für empirische Bildungsforschung Niedersachsen (ZEB) einbringen. Dieser Universitätsverbund der Leuphana Universität Lüneburg und der Leibniz Universität Hannover im Bereich der empirischen Bildungsforschung möchte datenbasierte, innovative Entwicklungen im niedersächsischen Bildungswesen befördern. Ziel des ZEB ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse verantwortungsvoll in das Bildungswesen zu integrieren und systemische Veränderungen durch Wissenschaftskommunikation und Kooperation mit Bildungsadministration, Bildungspolitik und Bildungspraxis zu unterstützen. Das ZEB fokussiert auf Forschung in den Bereichen Educational Measurement, Monitoring, Innovation & Change sowie Trajectories und Equity. Weiterhin kooperiert die Professur im Rahmen der Forschungsallianz zur Interventions-, Implementations- und Transferforschung (FI²T) eng mit Kolleginnen und Kollegen an der TU Braunschweig sowie der Universität Hildesheim. Gemeinsam soll auch hier Evidenz zur Qualitätsverbesserung von Bildungsprozessen gewonnen und die empirische Bildungsforschung in Niedersachsen gestärkt werden. Die in den Verbünden gewonnenen Erkenntnisse fließen ebenso in die universitäre Lehre der beteiligten Standorte ein, um insbesondere die Lehrkräftebildung weiterzuentwickeln. 

Die Leitung der Philosophischen Fakultät freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Denise Demski sowie ihren wissenschaftlichen Beitrag am Institut für Erziehungswissenschaft und in den Forschungsverbünden.

Zwei Fragen an Prof. Dr. Denise Demski

Meine aktuellen Forschungsthemen in drei Sätzen:

Besonders interessiere ich mich für die Steuerung des Bildungssystems sowie Möglichkeiten der Qualitätsverbesserung, Kooperation und gezielten Unterstützung, etwa durch eine bedarfsorientierte Ressourcenzuteilung, Qualitätsrahmen, die Nutzung von Daten aus standardisierten Lernstandserhebungen, Schulinspektionen oder den Einsatz von kollegialen Unterrichtsentwicklungsmaßnahmen. Dabei fokussiere ich häufig Schulen in wenig günstiger Lage und aktuelle Herausforderungen des Bildungssystems, beispielsweise den Abbau von Bildungsbarrieren oder den Lehrkräftemangel. Das Lehren und Lernen in einer Kultur der Digitalität stellt einen weiteren Schwerpunkt meiner Arbeit dar.

In der Lehre ist mir besonders wichtig: 

Mit meiner Lehre möchte ich einen Beitrag zur Verzahnung von wissenschaftlichen Theorien und Forschungsbefunden mit der konkreten Anwendung in Schule und Unterricht leisten. Meine Studierenden sollen eine forschende Grundhaltung ausbilden, ihre eigene und fremde Praxis reflektieren (lernen) und Neugier entwickeln in Bezug auf die Auseinandersetzung mit Befunden der empirischen Bildungsforschung und die Qualitätsentwicklung im Bildungssystem. Eine positive Fehlerkultur sowie ein wertschätzender Umgang sind mir in meinen Veranstaltungen dabei besonders wichtig.