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Integrative Tageseinrichtungen für Kinder als Schlüssel zur gleichberechtigten Teilhabe

Projekteitung

Dr. Timm Albers
Prof. Dr. Bettina Lindmeier

 

Projektbeschreibung

Im Hinblick auf die Betreuung von Kindern mit einer Behinderung in vorschulischen Institutionen hat in den letzten drei Jahrzehnten eine Neuorientierung stattgefunden, die sich am Leitbild einer integrativen Erziehung orientiert und die gemeinsame Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern mit und ohne Behinderungen der Betreuung in einer Sondereinrichtung vorzieht.

In der Folge erhält die Einzelintegration zunehmenden Stellenwert, in der sich eine Tageseinrichtung für Kinder auf Antrag der Eltern dazu bereit erklärt, ein Kind mit einer Behinderung aufzunehmen. Diese Form der Integration unterstützt zwar die soziale Einbindung des Kindes und stellt eine Möglichkeit dar, Freundschaften aus der alltäglichen Umgebung aufrecht zu erhalten, auf der anderen Seite besteht darin aber die Gefahr, dass sich das pädagogische Team bei einer ad hoc Integration nicht genügend auf die Bedürfnisse von Familien mit einem behinderten Kind vorbereitet fühlt, oder aus Angst vor Überforderung keine schwerer beeinträchtigten Kinder aufgenommen werden. Hier besteht ein hoher Beratungs- und Fortbildungsbedarf bei Eltern und pädagogischen Fachkräften.

Forschungsgegenstand und Ziele:

Gegenstand der Untersuchung ist auf diesem Hintergrund die vergleichende Betrachtung der integrativen Arbeit in unterschiedlichen Formen institutionalisierter Tagesbetreuung, um zu theoretisch fundierten Aussagen über die Entwicklung von Kindern in der integrativen Betreuung und den pädagogischen Rahmenbedingungen für die gemeinsame Bildung, Betreuung und Erziehung zu kommen. In der Stadt Hannover haben wir die in Niedersachsen eher selten anzutreffende Möglichkeit, verschiedenen Angebotsformen, wie die integrative Kindergartengruppe, Einzelintegration in Regelgruppen, Einzelintegration in Krippen und Sonderkindergärten zu analysieren. Weitere Angebotsformen, wie eine altersgemischte integrative Gruppe oder eine Integrationsgruppe in einem Familienzentrum können wir ergänzend in anderen Städten Niedersachsens vergleichend hinzuziehen. Das primäre Ziel des Transferprojekts soll somit eine Bestandaufnahme der integrativen Arbeit in Kitas sein, die die pädagogische, institutionelle und  elterliche Perspektive auf die Entwicklung der Kinder einbezieht.

 

Kooperationspartner:

Landesarbeitsgemeinschaft der Elterninitiativen in Niedersachsen/Bremen (LAGE e.V.)
Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V.

Förderung:

Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur
Niedersächsisches Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung (nifbe)