Studium
COVID-19: Studium und Lehre

COVID-19: AKTUELLE INFORMATIONEN ZU STUDIUM UND LEHRE

Hinweise zum Umgang mit der Umstellung der Lehrveranstaltungen von präsenz- auf nichtpräsenzfähige Formate

Seitens des Präsidiums und von zentraler Seite wurden bereits Hinweise für den Umgang mit der Corona- Krise gegeben. Wir beziehen uns im Folgenden auf diese Nachrichten:

Verlängerung von Prüfungszeiträumen

Die Verlängerung von Prüfungszeiträumen sind – außer für die BA-/MA-Arbeiten (s.u.) – nach Weisung der VPL institutsintern die Fachexpertinnen und Fachexperten zuständig. Dies sollte innerhalb der Institute jeweils möglichst konsistent und einheitlich geregelt werden, sofern die Heterogenität der Aufgabenstellungen nicht dagegenspricht. Das heißt: Wo immer möglich treffen Sie institutsintern – ggf. in Absprache mit dem Prüfungsausschuss – bitte einheitliche Regelungen je Modul, die sich über den gesamten Zeitraum der Einschränkungen fortführen lassen.

Ergänzend oder alternativ – nach Entscheidung des Instituts gilt:
Da die Dauer der Einschränkungen nicht absehbar ist, können Sie auf weitreichende Verlängerungen verzichten und statt dessen die Studierenden auffordern, bei Abgabe der Arbeiten mitzuteilen, welche Literatur und/oder empirischen Daten aufgrund der Viruskrise nicht verfügbar waren. Auch fehlende Literatur kann – z.B. auf einem Extrablatt – vermerkt werden. Empirische Arbeiten können dahingehend modifiziert werden, dass als Basis schon durchgeführte Analysen genügen. Die Studierenden sollen dann erläutern, welche geplanten Arbeiten aufgrund einer Zugangssperre nicht mehr realisierbar waren. Ggf. kann eine Bearbeitungsskizze eingefordert werden.

Verlängerung von Prüfungszeiträumen für BA-/MA-Arbeiten

Verlängerung der Abgabefrist für Abschlussarbeiten sind durch den Prüfungsausschuss zu entscheiden. Bitte vereinbaren Sie institutsintern ein einheitliches Vorgehen. Wir empfehlen, dass die Studierenden seitens der begutachtenden Person eine kurze, formlose Stellungnahme für den PA einholen und dies ihrem Antrag an den PA beilegen. Der Prüfungsausschuss entscheidet und informiert das Akademische Prüfungsamt über eine Fristverlängerung.

Prüfungsformate

Ergänzender Hinweis zur „Änderung von Prüfungsformen“:
Kann eine geplante Präsenz-Prüfungsform nicht eingesetzt werden, soll eine Ersatzleistung angeboten werden. Vorrang haben alternative Prüfungsformen, die für das betreffende Modul in der Fachspezifischen Anlage der Prüfungsordnung genannt sind. Nur wenn dort keine gangbare Alternative besteht, kann eine der anderen, in der Anlage 2 der Prüfungsordnung verankerten Prüfungsformen angeboten werden. Auf diesem Weg kann grundsätzlich die prüfende Lehrperson über die Prüfungsform entscheiden. Die neu gewählte Prüfungsform muss aber im Interesse der Gleichbehandlung aller Studierenden einheitlich gelten. Deshalb gilt: Wird die gleiche Lehrveranstaltung von verschiedenen Philosophische Fakultät Lehrpersonen angeboten, muss die Alternative gemeinsam abgestimmt werden. Im Zweifelsfall entscheidet der Prüfungsausschuss.

Alternative Prüfungsformen sind dem Prüfungsausschuss zur Kenntnis zu geben, er kann ggf. Einspruch erheben. Insbesondere in den Studiengängen mit Option Lehramt ist es sinnvoll, die getroffenen Regelungen für alle Studiengänge eines Instituts bzw. einer Lehreinheit gebündelt weiterzugeben. Auch die Mitarbeitenden des Akademischen Prüfungsamts sind zu informieren, wenn ein Prüfungsform- Wechsel erfolgt.

Lehre und die anstehende Umstellung auf Nicht-Präsenzformate

Als Vertreter*innen Ihrer Lehrgebiete stehen Sie vor der Aufgabe, in hohem Ausmaße zu repriorisieren. Es ist meine Hoffnung, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten Potentiale digitaler Lehrangebote ausloten und uns gleichzeitig ein genaueres Bild über deren Grenzen machen.

Modus der Vermittlung: Welche Inhalte können Sie in Form digitaler Formate aufbereiten, welche nicht? Möglich wären hier z.B. Online Reader, Folien, Live Screening [eher bei kleineren Seminaren sinnvoll], Veranstaltungsmitschnitte oder kleine Lehrvideos. Das Schreiben des Präsidiums (18.03.2020, 16:46 Uhr) stellt verschiedene Möglichkeiten und Tools eines Off-Campus-Betriebs zusammen und gibt Hinweise dazu, welche Supportmöglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen. Sie können damit rechnen, dass das Angebot und verfügbare Strukturen intensiv ausgebaut werden und weitere Informationen des Präsidiums folgen.
Die Erstellung guter digitaler Lehrformate ist anspruchsvoll, kostet Zeit und Ressourcen. Vielleicht können Sie die aktuelle Situation zum Anlass nehmen, über interessante alternative Lehrformate nachzudenken und diese zum Einsatz zu bringen – dies müssen nicht ausschließlich digitale Lehrformate sein.

Eine Bitte: Das Personal bei ELSA, dem TSB und ZQS ist jetzt in einer absoluten Ausnahmesituation. Bitte haben Sie Verständnis, dass nicht alle Anliegen sofort bearbeitet werden können.

Selektion: Welche Unterrichtsinhalte sind essentiell? Welche können Sie ggf. zu einem späteren Zeitpunkt und in anderer Form unterrichten?

Erwartungen und Instruktionen: Versuchen Sie möglichst klar Ihre Erwartungen und Aufgaben an die Studierenden schriftlich zu formulieren. Auch dies ist in der Präsenzlehre u.U. leichter zu gewährleisten. Hier hilft evtl. der begleitende Austausch mit Studierenden, um Missverständnissen vorzubeugen.

Ermöglichen Sie, wenn angemessen, digitale Interaktion der Studierenden. Dies kann die Form von Diskussionsforen haben oder Kleingruppendiskussionen, die in verschiedenen digitalen Formaten möglich sind.

Beratungen und Sprechstunde

• Individuelle Beratungen und Sprechstunden nehmen jetzt, wo die gemeinsame Begegnung in der Universität fehlt oder eingeschränkt ist, eine noch höhere Bedeutung ein als zuvor, da Studierende vermutlich ein hohes Bedürfnis haben, Materialien zu besprechen und schriftliche Instruktionen zu klären. Beachten Sie dies in der Zeitplanung Ihrer Lehrveranstaltungen.
• Nutzen Sie diese Sprechstunden auch, um Feedback von Studierenden zu erhalten. Feedback der Studierenden (in kürzeren Zeiträumen als üblich) ist in dieser besonderen Situation wichtiger als bei Lehrveranstaltungen, die Sie u.U. schon mehrfach durchgeführt haben. Lassen Sie die Studierenden, wenn möglich und sinnvoll, aktiv an der Gestaltung der Seminare mitwirken. Philosophische Fakultät Studiendekanat 19.03.2020
• Legen Sie Zeiträume fest, in denen Sie online für die Studierenden verfügbar sind. Als Formate stehen Ihnen die Services des DFNConf-Dienstes (https://www.luis.uni-hannover.de/videokonferenz.html) zur Verfügung. Möglicherweise können Sie auch andere Formate wie bspw. Skype, Whatsapp oder Zoom nutzen. Auch manche Mobiltelefone ermöglichen relativ unkompliziert die Einrichtung einer Gruppenkonferenz.

Schulpraktika

• Bitte orientieren Sie sich an den Vorgaben und Empfehlungen der LSE (siehe Mail vom 19.3.2020, 11:32 Uhr). Dort werden auch alle Fragen rund um die Schulpraktika beantwortet. Studierende werden via Webseite der LSE informiert.

Kooperation

Überlegen Sie, inwiefern Sie mit Kolleg*innen anderer Universitäten und/oder innerhalb ihres Teams Kooperationen schaffen können, die Ihnen ermöglichen, sich bzgl. der Vermittlung verschiedener Themen auszutauschen, sodass die Beteiligten voneinander profitieren. Insbesondere Personen, die bereits gute Erfahrungen mit digitalen Lehrformaten gemacht haben, sind herzlich eingeladen, diese zu teilen.

Im Hinblick auf die zu erreichenden und in den Modulen definierten Kompetenzziele können sich durch die Umstellung der Lehrformate Abweichungen bei der Lehrverpflichtungserfüllung von der LVVO ergeben, beispielsweise durch die Verschiebung der Aufwandsanteile (Lehrvortrag vs. Beratung oder Eigenarbeitsanteile). Sollten Sie diesbezüglich Unsicherheiten haben, nutzen Sie jederzeit die Unterstützung der Studiengangskoordinatorinnen.