Am seidenen Faden: Austauschbeziehungen entlang der Seidenstraßen zwischen Rom und China in der Antike
Projektleiterin
Beschreibung
Bereits in der Antike gab es vielfältige Austauschbeziehungen entlang der Seidenstraßen zwischen Rom und China, die Indien und Arabien einschlossen. Die römischen Quellen nennen vor allem Seide (sericum bzw. serica) als begehrtes und zugleich moralisch verwerfliches Handelsgut aus dem fernen Land der Serer („Chinesen“). Diese Beurteilung verschleiert jedoch die wichtige Rolle der Seide - etwa als Distinktionszeichen - bei der Ausbildung der Monarchie. In diesem Projekt soll auf der Basis von schriftlichen und archäologischen Quellen den verschiedenen Austauschformen und Bedeutungen von Seide als Handelsgut, Geschenk, Tribut und Statussymbol in einer diachronen und transkulturellen Perspektive nachgegangen werden. Ziel ist es, die ökonomischen und soziopolitischen Dimensionen antiken Handels exemplarisch genauer zu beleuchten.

